(Sport)bekleidung – Der old-fashioned Storyteller

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Die Erinnerung bleibt.

Kleiderschrank auf. Man greift sich das Sportshirt. Schmunzelt kurz und denkt dabei zurück an einen Moment, in dem das Sportshirt einen bei einem besonderen Erlebnis begleitet hat. Sei es der Tag des Halbmarathons, die erste Yoga-Stunde oder das Lieblingsshirt der Jugend. Es diente teilweise gar als Glücksbringer und man wollte sich gar kein anderes kaufen. Eine heute sehr romantische Vorstellung von gestern. 

Abnehmende Tragedauer und ein Hauch von Wolfgang Petry

Denn in Deutschland hat die Lebensdauer von Bekleidung (Schuhe & Kleidung) rapide abgenommen. Fast 50 Prozent der Befragten einer Greenpeace-Umfrage sortieren ihre Bekleidung innerhalb wenigerer Monate aus. Die negativen Auswirkungen dieser Entwicklung sind den meisten bekannt. Diese neue Entwicklung führt schließlich dazu, dass wir unseren Freunden, Bekannten oder Familien gar nicht mehr besondere Kleidungsstücke zeigen können, da es schlichtweg nichts mehr zum Vorzeigen gibt: Nicht der Stolz, sondern die Kleidung liegt schon auf dem Müll (Müll, Sondermüll). 

Kleidung tragen und Klima helfen

Dabei hilft ein längeres Tragen der Kleidung nicht nur dem Erinnerungsvermögen auf die Sprünge, sondern auch unserem Planeten. Studien zufolge kann alleine die Verlängerung der Lebensdauer unserer Kleidung von einem auf zwei Jahre die Co2-Emissionen um bis zu 24% reduzieren (Quelle: Carbon Trust (2011), op. cit.). Wer erinnert sich zudem nicht daran alte und fast schon retro-Kleidung der Eltern/älteren Verwandten anzuziehen, da diese wieder hip und cool geworden ist? Basierend auf der aktuellen Entwicklung wäre das in Zukunft gar nicht mehr möglich, da ja immer weniger Leute die Kleidung länger tragen oder gar aufheben. 

Generell ist man nie allein, denn man trägt stets sein Begleiter mit sich: die Sportbekleidung. Jeder ist doch mit dem Gefühl vertraut, dass man ganz unruhig wird oder man es als schlechtes Omen sieht, wenn das eine bestimmte Shirt nicht gewaschen ist, mit dem man aber bis dato immer zu Höchstleistungen auftrumpfte. In unserer schnelllebigen Welt haben wir oft nur noch wenige Konstanten, die uns über einen längeren Zeitraum begleiten. Lasst uns doch wieder anfangen Geschichten zu schreiben mit unseren Sportbegleitern, da es ohne sie keine Geschichte zu erzählen gäbe.